Vorbereitungen
Aus Schwimmbecken Lexikon
Quarzsandfilteranlagen
Vorbereitung
Sie sind die meist genutzten Filteranlagen im privaten Bereich.
Es gibt einige bauliche Unterschiede zwischen den Anlagen.
A ) Filteranlagen mit seitlichem 6-Wegeventil und
B ) Filteranlagen mit Top-Ventil.
Zuerst sollten sie alle erkennbaren Teile auf Festsitz und Unversehrtheit kontrollieren.
Bei einigen Filtern sind die Entleerungsschrauben im Kesselunterteil zu montieren.
Gleiches trifft auch für die Entlüftungsschrauben auf dem Filterkessel zu ( nur bei " A ").
Die Quarzsandfüllung ist nach Angaben des Herstellers vorzunehmen.
In den meisten Fällen wird die Körnung 0,4 - 0,8 oder 0,6 - 1,2 verwendet.
Die Filterkessel mit " B " sind höchstens zu 2/3 der Innenhöhe zu füllen.
Über das "Zentralrohr" ist eine Tüte zu ziehen damit beim Einfüllen des Sandes keiner hineingelangt.
Für manche Anlagen gibt es auch mitgelieferte Fixierungen.
Filterkessel mit " A " sind bis zur Oberkante des Unterteils ( maximal 2/3 der Gesamtkesselhöhe ) zu befüllen.
Die Dicht-, und Sitzflächen zwischen den Kesselhälften oder zwischen dem Kessel und den Top-Ventil sind zu säubern. Es darf kein Sand oder andere Verschmutzungen darauf liegen.
Bei Filterkesseln " A " wird der Rundring ( Dichtung ) in die entsprechende Nut gelegt
( bitte nicht ankleben ).
Das Filteroberteil wird nun vorsichtig auf das Unterteil gestülpt.
Es ist darauf zu achten das die Dichtung umlaufend gleichmäßig in der Nut liegt.
Filterkessel mit Spannring ( zweiteilig ) - die beiden Teile des Spannrings sind über die vorgesehenen Wulst zu schieben. Der Abstand zwischen beiden Teilen sollte annähernd gleich sein.
Jetzt können die beiden Schrauben ( M 8 mit SW 13 ) gleichmäßig eingeschraubt werden.
Zuerst ohne Schlüssel ( Nuss ). Dann beide Schrauben gleichmäßig anziehen.
Nun mit einem Gummihammer mit Gefühl umlaufend auf beide Spannringhälften schlagen.
Anschließend können sie beide Schrauben weiter festziehen. Beim abwechselnden festziehen machen die Schrauben / Muttern quitschende Geräusche - nun reicht es.
Filterkessel die umlaufend mit Schrauben ( M 8 mit SW 13 ) zusammengeschraubt werden sind die Schrauben von oben in dei Löcher zu stecken. Die Unterlegscheiben nicht vergessen. Nun von unten die Unterlegscheiben und die Muttern ansetzen. Umlaufend alle Schrauben / Muttern handfest anziehen.
Mit einem Maul -, oder / und Ringschlüssel ( SW 13 ) sind die Schrauben umlaufend anzuziehen - nicht festziehen ! Dieses umlaufende anziehen können sie ruhig zwei oder dreimal umlaufend durchführen.
Bei Filterkessel mit " B " verfahren sie analog.
Die Schrauben sind allerdings eingegossen / einlaminiert.
Also auch hier die Muttern nicht "Bomben"fest anziehen.
Die Zu-, und Ableitungen an das Mehrwegeventil sind vorzugsweise mit Verschraubungen anzuschließen.
In den Rückspülanschluß ( da wo das Schauglas seitlich angeschraubt ist ) drehen sie eine Schlauchtülle 1 1/2" / 38 / 32 mm ein. Gegebenenfalls schließen sie die Rohrleitung an.
Inbetriebnahme
Beim Kesseltyp " A " ist das Entlüftungsventil zu öffnen.
Das Mehrwegeventil ist auf "Rückspülen" ( Backwash ) zu stellen.
Dieses geschied in den meisten Fällen durch herunterdrücken des Hebels und anschließendem drehen auf
" Rückspülen ". Die Spitze des Hebels zeigt darauf.
Oder der Hebel / Knauf ist durch einfaches drehen zu verstellen.
Ospa verwendet eine "Kipphebelumstellung".
Es gibt auch eine Art Stangenventil, welche liegend auf dem Deckel ( ähnlich B ) montiert sind.
Jetzt sollten sie den Vorfilterdeckel der Filterpumpe öffnen, den Vorfilter randvoll mit Wasser füllen und den Deckel wieder verschließen ( Handfest ). Anschließend kann die Filterpumpe in Betrieb genommen werden - eingeschalten werden.
Die Filterpumpe laufen lassen bis das im Schauglas zu sehende Wasser sauber ist.
Und / oder bis keine Luft aus der Entlüftung mehr austritt. Dann die Entlüftung schließen.
Nun wird die Filterpumpe ausgeschalten, das Mehrwegeventil kann nun auf " Filtern " gestellt werden.
Gegebenenfalls sind jetzt einige Schrauben nachzuziehen - dort wo eventuell noch etwas Wasser ausgelaufen ist.
Wenn jetzt die Filterpumpe angeschalten wird zeigt das Manometer einen Wert X an.
Dieser Wert liegt in den meisten Fällen um 0,5 bar.
Ein Anzeige bis maximal 1,2 bar ohne Solaranlage ist noch tollerierbar.
Bei einem solch hohen angezeigten Wert sollten sie ( wenn möglich ) das Mehrwegeventil auf " Zirkulieren " stellen ( Pumpe aus ! ; Hebel umstellen ; Pumpe anschalten ). Wenn der nun angezeigte Wert um 0,7 bar liegt ist das nicht schön, aber es war zu erwarten.
Soll jedoch später eine Solaranlage auf einem Dach montiert werden ist dieser Wert zu hoch.
Durch das Filtern setzt sich der Filtersand zu ( verschmutzt ).
Spätestens wenn der Manometerwert um max. 0,5 bar über dem " Normalwert " liegt sollte der Filterkessel
" Rückgespült " werden.
Rückspülen
Die Filterpumpe ist auszuschalten.
Jetzt ist das Mehrwegeventil von " Filtern " auf " Rückspülen " umzustellen ( siehe oben ).
Dann wird die Filterpumpe wieder eingeschalten.
Je nach Verschmutzung des Quarzsandes ist im Schauglas ( im Wasserstrahl des Schlauches ist das nicht so gut zu erkennen ) nach einigen Minuten wirklich sauberes Wasser zu sehen.
Nun wird die Filterpumpe wieder ausgeschalten.
Wahlweise kann ( muss nicht ) der Hebel des Mehrwegeventils auf " Nachspülen " gestellt werden.
Dann die Filterpumpe anschalten. Nach ein bis zwei Minuten kann die Filterpumpe wieder ausgeschalten werden. Der Hebel ist nun auf " Filtern " zu stellen.
Gegebenenfalls können sie gleich den Pumpenvorfilter ( wenn vorhanden ) säubern.
Dafür schließen sie das Kugelhuhn vor der Filteranlage, öffnen den Vorfilterdeckel ( eventuell mit dem mitgelieferten Werkzeug ) und entnehmen den Filterkorb. Dieser kann unter fließend Wasser ( ! kein HD-Reiniger verwenden ! ) gesäubert werden. Dann wieder alles montieren. Der Deckel des Vorfilters ist " Handfest " zu schließen.
Jetzt kann die Filteranlage wieder in ihrem eingestellten Rythmus weiterarbeiten.
Kartuschenfilter
Diese werden meist fertig montiert geliefert.
Sie sollten aber in jedem Fall den Deckel aufschrauben und die Dichtung bzw deren Sitz überprüfen.
Gegebenenfalls ist also nur noch die Verrohrung anzuschließen.
Einhängefilteranlagen sind nur einzuhängen und an die Stromversorgung anzuschließen.
Bei den aufgestellten Kartuschenfilteranlagen ist vor der Inbetriebnahme auch die Filterpumpe zu bewässern ( siehe Quarzsandfilteranlagen / Inbetriebnahme ). Sofort nach dem Einschalten ist auch hier der Kessel zu entlüften, oder besser bei ihrem Kontrollblick ( siehe zuvor ) mit Wasser zu befüllen.
Nach einschalten der Filterpumpe ist auch auf den angezeigten Druck zu achten.
Merken sie sich den anzeigten Wert.
Auch hier wird sich der angezeigte Wert verändern ( erhöhen ). Dieses zeigt den Verschmutzungsgrad der Kartusche an. Bei max. 0,4 bar Druckerhöhung sollten sie die Pumpe ausschalten und alle Kugelhähne schließen. Nun können sie den Filterkessel öffnen. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Jetzt kann / können die Kartusche/n entnommen werden. Spülen sie diese unter fließendem aus. Wenn die Kartusche augenscheinlich sauber ist prüfen sie diese unbedingt auf Beschädigungen.
Gegebenenfalls müssen sie die Kartusche/n gegen ( eine ) neue austauschen.
Montieren sie nun wieder alles.
Jetzt kann die Filteranlage wieder in ihrem eingestellten Rythmus weiterarbeiten.
Noch Fragen ??
Axel
