Cyanursäure
Aus Schwimmbecken Lexikon
Cyanursäure, CNA ist in den organischen Chlorverbindungen Natriumdichlorisocyanurat und Trichlorisocyanursäure enthalten. Bei Verwendung dieser organischen Chlorverbindungen reichert sich die Cyanursäure mit der Zeit an. Bis zu einem Wert von 25 ppm(= 25mg/l) ist ein stabilisierender Effekt vorhanden der die Chlorzehrung vermindert. Darüber hinaus verringert sich die Chlorwirkung mit zunehmendem Cyanursärespiegel. Cyanursäure kann nur durch teilweisen Wasserwechsel entfernt werden. Das ist einer der Gründe warum man 1 x wöchentlich rückspülen soll. (Rückspülen 3 Minuten und Nachspülen 30 Sekunden).
Bei einem Cyanursäuregehalt von
30 ppm(=mg/l) sind nur noch ~45% 50 ppm(=mg/l) sind nur noch ~33% 70 ppm(=mg/l) sind nur noch ~28% 100 ppm(=mg/l) sind nur noch ~12% 130 ppm(=mg/l) sind nur noch ~10% des Chlors als freies Chlor für die Desinfektion verfügbar.
Aus diesem Grund sind für die Stoß-Schock-Initialchlorung cyanursäurefreie anorganische Chlorprodukte und für die Dauerchlorung die cyanursäurearme Trichlorisocyanursäure vorzuziehen.
Die verminderte Chlorwirkung muss man durch größere Chlorgaben ausgleichen. um einen ausreichenden Chlorwert sicherzustellen. Die Überwachung des Cyanursäurespiegels ist daher für die Aufrecherhaltung der Wasserqualität zu empfehlen.
